In Frankfurt sind die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen und werden voraussichtlich weiter anziehen. Gründe dafür sind die Inflation und die Wohnungsknappheit. Für viele Haushalte wird Wohnraum zunehmend unerschwinglich.
Neben den Mieten steigen auch die Betriebskosten. Viele Haushalte verkleinern daher ihren Wohnraum.
Inhaltsverzeichnis
Entwicklung der Mietpreise in Frankfurt
Eine Hauptursache für die steigenden Mieten in Frankfurt ist das Missverhältnis von Angebot und Nachfrage. Seit Jahren wächst die Bevölkerungszahl in der Mainmetropole. Der Neubau von Wohnungen erfolgt nur schleppend. Die Schaffung neuen Wohnraums wird durch komplexe Genehmigungsverfahren, steigende Baukosten und hohe Grundstückspreise erschwert.
Eine Analyse des Immobilienportals Immowelt zeigt, wie stark sich diese Entwicklung auch im Bereich der Finanzen für private Haushalte auswirkt: Die Mieten in Frankfurt sind um durchschnittlich 13,2 Prozent gestiegen. Dadurch stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf 16,32 Euro.
Die durchschnittliche Kaltmiete lag im ersten Quartal 2026 bereits bei 17,71 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 ist das ein Anstieg um ungefähr 2,7 Prozent.
Gründe für den Anstieg der Mieten sind die Inflation und der steigende Wohnungsbedarf. Der Ukraine-Krieg trug zusätzlich zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsrate bei. Auch die Baukosten sind seit 2024 um 24 Prozent gestiegen. Die Handwerkerkosten stiegen sogar um 25 Prozent. Die Löhne von Angestellten sind seit 2022 um durchschnittlich 16 Prozent angestiegen. Diese Entwicklungen belasten die gesamte Wirtschaft der Region deutlich.
Der Neubau in Frankfurt und anderen deutschen Städten ist seit 2022 aufgrund gestiegener Zinsen und Baukosten eingebrochen. Auch die sinkende Nachfrage nach Wohneigentum aufgrund hoher Finanzierungskosten erhöht den Druck auf den Mietmarkt. Geflüchtete aus der Ukraine und anderen Ländern haben den Wohnungsbedarf zusätzlich erhöht.

Steigende Preise für Eigentumswohnungen und Häuser
In Frankfurt wird es für viele Menschen immer schwieriger, Wohneigentum zu erwerben. Das führt zu einem erhöhten Bedarf an Mietwohnungen und steigenden Mietpreisen. Die hohen Kaufpreise und die gestiegenen Finanzierungskosten erschweren den Kauf von Eigentumswohnungen und erhöhen den Druck auf den Mietmarkt. Viele Menschen, die ursprünglich Wohneigentum erwerben wollten, bleiben daher auf den Mietmarkt angewiesen.
Die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt lagen im ersten Quartal 2025 im Schnitt bei 5.446 Euro pro Quadratmeter.
Das sind ungefähr 0,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Auch für Ein- und Zweifamilienhäuser sind die Preise in der Bankenmetropole gestiegen. Sie lagen im ersten Quartal 2025 bei durchschnittlich 5.281 Euro pro Quadratmeter. Im vorangegangenen Quartal lag der Quadratmeterpreis noch bei durchschnittlich 5.132 Euro.

Wohnraumoptimierung in Frankfurt
Die steigenden Mieten in Frankfurt, aber auch die höheren Betriebskosten zwingen viele Haushalte zur Wohnraumoptimierung. Viele Haushalte ziehen in kleinere Wohnungen, um Miet- und Betriebskosten zu senken.
Mit der Wohnraumoptimierung können kleinere Räume besser ausgenutzt werden. Das gelingt mit platzsparenden und multifunktionalen Einrichtungslösungen sowie hohen Regalen.
Downsizing ist ein wichtiges Thema bei der Verkleinerung von Wohnraum. Die Haushalte verkleinern ihre Einrichtung und trennen sich von Dingen, die nicht oder nur selten benötigt werden. Bücher, Geschirr, Kleidung und andere Dinge können verschenkt oder verkauft werden, wenn sie noch im gutem Zustand sind. Verschiedene Dinge können auch im Keller untergebracht werden. Eine Kellerentrümpelung ist dafür häufig eine wichtige Voraussetzung.
Für eine Entrümpelung in Frankfurt am Main nehmen viele Haushalte professionelle Hilfe in Anspruch. Das reduziert den organisatorischen Aufwand und erleichtert die fachgerechte Entsorgung nicht mehr benötigter Gegenstände.
Steigende Kosten für Bestandswohnungen
Nicht nur für Neubauwohnungen steigen die Mietpreise. Die Kosten sind auch für Bestandswohnungen gestiegen. Das gilt auch für Stadtteile, in denen sich die Mieten über viele Jahre auf einem moderaten Niveau bewegt haben. Wer in einer Mietwohnung in der Mainmetropole wohnt, muss damit rechnen, dass die Miete steigt. Das zwingt viele Mieter dazu, nach kleineren und kostengünstigeren Wohnungen zu suchen.
Von den steigenden Wohnkosten sind insbesondere Haushalte mit mittlerem und niedrigem Einkommen betroffen.
Die Einkommen vieler Menschen steigen nicht im gleichen Tempo. Der Anteil am verfügbaren Einkommen, der für die Miete benötigt wird, nimmt weiter zu.
Viele Mieter werden daher aus zentralen Lagen verdrängt oder müssen nach günstigerem Wohnraum im Umland suchen.
Niedrige Leerstände in Hessen
In Frankfurt liegt die marktrelevante Leerstandsquote an Wohnungen bei 0,1 Prozent. Das bedeutet, dass kaum nennenswerte Reserven vorhanden sind. Frankfurt hat den niedrigsten Leerstand in ganz Hessen. Viele der leerstehenden Wohnungen werden renoviert oder bereits wieder zur Vermietung ausgeschrieben.
Auch die Zahl der Sozialwohnungen geht immer weiter zurück. Seit vielen Jahren versucht die Stadt, gegenzusteuern. Sie schreibt Investoren in neuen Baugebieten die Schaffung von 30 Prozent geförderten Wohnungen vor. Die Situation am Wohnungsmarkt verschärft sich dennoch, da in jedem Jahr mehr Wohnungen aus der Belegungsbindung fallen. Immer weniger Wohnungen können durch das Wohnungsamt auf dem sozialen Markt vermittelt werden.
Viele Mieter werden zunehmend aus Frankfurt verdrängt oder weichen auf kleinere Wohnungen aus, da viele Mietwohnungen luxussaniert oder in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Die Mieten steigen damit noch weiter an.




