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Kalligrafie als Hobby

Kalligrafie als HobbyKalligrafie als Hobby - Bild: ©melnikofd #144645328 – stock.adobe.com

Briefe, Karten oder ganze Bücher mit einer schönen Schrift bereiten Freude beim Anschauen. Hübsch gestaltete Karten oder Briefpapier sind als Geschenk beliebt. Kalligrafie, die Kunst des schönen Schreibens, ist erlernbar und kann zu einem Hobby werden. Viele haben Schönschrift in der Schule gehasst, doch als Hobby kann Kalligrafie entspannend sein.

Was ist Kalligrafie?

Der Begriff Kalligrafie stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Kunst des schönen Schreibens“. Die Ursprünge der Kalligrafie reichen weit zurück bis ins alte Ägypten, wo die Menschen Hieroglyphen in Stein meißelten oder auf Papyrus schrieben; Übungstexte wurden häufig auf Tonscherben (Ostraka) festgehalten. Ein Vorläufer der Kalligrafie ist die Keilschrift der Sumerer, die schon vor 5.000 Jahren entstand.

Die Kalligrafie als Form des Schönschreibens hat eine rund 5.000-jährige Geschichte.

Damals galt sie als Form der Kommunikation. Ausgebildete Kalligrafen waren in vielen Kulturen überwiegend Männer, die sich über ihre Schreibkunst gesellschaftliches Ansehen sowie Zugang zu hohen sozialen und politischen Positionen erarbeiten konnten.

Kalligrafie Kunst des schönen Schreibens
Der Begriff Kalligrafie stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Kunst des schönen Schreibens“ – Bild: ©Полина Власова #268711303 – stock.adobe.com

Vorteile von Kalligrafie als Hobby

Kalligrafie ist meditativ und entspannend. Dieses Hobby hilft, zu entschleunigen und Stress abzubauen. Die Handschrift verbessert sich, sie wird schön und ebenmäßig. Menschen, die Kalligrafie für sich entdecken, lernen, konzentriert und genau zu arbeiten.

Wer Kalligrafie lernen möchte, braucht Zeit und Geduld. Menschen, die eher ungeduldig sind, werden schnell die Freude daran verlieren.

Kalligrafie ist ein Hobby, das mit wenig Geld ausgeübt werden kann. Nur wenige Materialien werden benötigt. Um gute Ergebnisse zu erzielen, kommt es jedoch darauf an, auf gute Qualität zu achten. Die Investition in hochwertige Stifte und Schreibfedern zahlt sich aus.

Kalligrafie ist meditativ und entspannend
Kalligrafie ist meditativ und entspannend – Bild: ©Joerg #290890725 – stock.adobe.com

Benötigtes Material für die Kalligrafie

Neben einem Tisch und einer Schreibunterlage kommt es auf die richtigen Materialien an. Als Schreibunterlage kann ein Schreibblock oder ein Klemmbrett genutzt werden. Für Anfänger sollte das Papier ein Raster haben. Das erleichtert den Einstieg.

Alternativ zu einem Block mit einem Raster kann Millimeterpapier genutzt werden.

Auch Pergamentpapier eignet sich für den Einstieg in die Kalligrafie, wenn zusätzlich ein Raster verwendet wird.

Mit einem Geodreieck kann ein Raster gezeichnet werden. Hilfslinien werden mit einem harten Bleistift gezeichnet. Die ersten Schreibübungen erfolgen mit einem weichen Bleistift. Zusätzlich wird ein weicher Radiergummi benötigt.

Fortgeschrittene benutzen Kalligrafie-Stifte. Verschiedene Stifte sind erhältlich, die abhängig vom bevorzugten Schreibstil gewählt werden können.

Möglichkeiten, Kalligrafie zu erlernen

Verschiedene Volkshochschulen bieten Kurse für Kalligrafie an. Es gibt auch verschiedene Workshops. Der Nachteil besteht darin, dass die Zeit einfach zu kurz ist, um alles für dieses komplexe Hobby zu vermitteln.

Völlig unabhängig von festen Zeiten an Volkshochschulen oder bei Workshops sind Online-Kurse. Wer im Internet recherchiert, findet verschiedene solcher Kurse. Die Kurse können oft schon für wenig Geld gebucht werden.

Zusätzlich gibt es im Internet verschiedene Portale, auf denen Kalligrafie ausführlich beschrieben wird. Solche Webseiten können kostenlos genutzt werden.

Möglichkeiten, Kalligrafie zu erlernen
Möglichkeiten, Kalligrafie zu erlernen – Bild: ©BublikHaus #181633737 – stock.adobe.com

Viel Übung für Kalligrafie

Kalligrafie erfordert viel Übung und entsteht aus der Geste der Hand. Zuerst werden einige Grundtechniken erlernt, die komplexe Abläufe beinhalten. Die Zusammenhänge von Tinte, Papier und Feder müssen erkannt werden. Der Druck auf die Feder und die Federdrehung haben Einfluss auf das Ergebnis.

Einfache Übungen helfen, sich mit den Stiften vertraut zu machen und ein besseres Gefühl für Feinmotorik und Papier zu bekommen. Auch Profis machen immer noch solche Übungen, um ihre Finger aufzuwärmen.

Linien für die Kalligrafie

In der Kalligrafie wird immer eine Basislinie benötigt. Dieser dickere Strich liegt weit unten. Sie ist wichtig für den Einstieg, denn dort steht der Körper der Buchstaben. Die x-Linie befindet sich darüber und markiert das Ende der kleingeschriebenen Buchstaben. Die Oberlinie oder H-Linie ist noch weiter oben und zeigt das Ende der Großbuchstaben an.

Schräge Linien ziehen sich durch alle Linien und geben den einheitlichen Neigungswinkel der Schrift an.

Die k-Linie zeigt das Ende von kleingeschriebenen nach oben auskragenden Buchstaben an. Die p-Linie befindet sich unter der Grundlinie und bezeichnet das Ende von nach unten auskragenden Buchstaben.

Einstieg mit dem Alphabet

Wer in die Kalligrafie einsteigen möchte, sollte mit den Buchstaben des Alphabets beginnen. Jeder Buchstabe hat seinen eigenen Aufbau. Vorlagen können bei der Federführung der einzelnen Buchstaben helfen.

Es gibt verschiedene Schreibstile in der Kalligrafie. Begonnen wird mit einem leichten Schreibstil wie Antiqua oder Neugotisch. Mit Geduld und regelmäßiger Übung lässt sich so Schritt für Schritt ein eigener, sicherer Schreibstil entwickeln.