Wirtschaft

Apple plant Standort in München

Apple plant Standort in MünchenApple plant Standort in München

Zahlreiche unterschiedliche Technologie-Elemente des US-amerikanischen Konzerns Apple haben ihren Ursprung in Europas. Eines der Apple-Zentren ist München. Aus dem Grund möchte der Konzern diesen Standort nunmehr als „Europäisches Zentrum für Chipdesign“ ausbauen.

Investitionskosten von über einer Milliarde Euro

Nach aktuellem Informationsstand möchte der US-Konzern mehr als eine Milliarde Euro in die Chipentwicklung investieren. Vor wenigen tagen ließ der US-Technologieriese verlauten, die bayerische Hauptstadt als „Europäisches Zentrum für Chip-Design“ zu forcieren.

Hierbei soll sich der Standort in erster Linie auf eine Herstellung drahtloser Halbleiter sowie Technologien wie den Verbindungsstandard 5G konzentrieren.

Um dieses Vorhaben zu realisieren, seien Hunderte an neuen Mitarbeitern notwendig. Bis Ende 2022 soll das geplante rund 30.000 Quadratmeter große Entwicklungszentrum bezugsfertig sein. Der Standort ist für die Innenstadt in München geplant.

Der bisherige Standort soll ausgebaut werden

Die Investitionen möchte Apple dafür nutzen, um den bisherigen Standort zu erweitern sowie den Forschungs- und Entwicklungssektor auszubauen. Demzufolge gilt München als größter und bedeutendster europäischer Entwicklungsstandort für Apple.
Bereits jetzt sind ungefähr 1.500 Ingenieure in insgesamt sieben Niederlassungen tätig. An diesen Standorten werden unter anderem Computerchips produziert. Diese Technik ist dafür geeignet, um bestimmte Teile von elektrischen Geräten jederzeit mit der richtigen Energiemenge zu versorgen. Zudem konzentrieren sich Techniker vor Ort auf drahtlose Technologien sowie Anwendungsprozessoren.

Ein „Ingenieurteam von Weltklasse“

Mit Vorfreude und engagiert sieht Apple-Vorgesetzter Tim Cook den geplanten Investitionen mit Freude entgegen. Nach eigener Aussage „könnte er nicht gespannter sein auf das, was unsere Ingenieurteams in München noch alles entdecken werden.“
Bereits jetzt arbeite nach Aussagen des Konzern-Chefs in München ein „Ingenieurteam von Weltklasse“, das sogar deutschlandweit ausgebaut werden könnte.

Das größte europäische Entwicklungszentrum

Schon im Sommer 2019 übernahm das US-amerikanische Unternehmen die Mobilfunk-Modemsparte von Chip-Riese Intel. Seit dieser Übernahme erweiterte Apple im Großraum München angesiedelte Labore.

Heute ist der Standort das größte Entwicklungszentrum von Apple in Europa.

Insbesondere im Segment der Mobilfunktechnik ist Apple heute noch immer massiv von der Expertise verschiedener Drittfirmen abhängig. Beispielsweise ist das iPhone 12 heute noch immer mit einem 5G-Chip des Anbieters Qualcomm ausgestattet. Schon vor einigen Monaten kündigte Apples Chip-Vorgesetzter Johny Srouji den Startpunkt zur Erstellung Mobilfunkmodems an.
Einerseits möchte der Konzern Grafikchips sowie Prozessoren für Macs und iPhones konzipieren. Andererseits soll sich die Produktion zunehmend auf 5G- und LTE-Modems spezialisieren.

Kooperationen mit anderen namhaften Unternehmen

Eigenen Angaben zufolge sind in Deutschland ungefähr 4.000 Menschen beschäftigt. Diesen Mitarbeitern gehören auch zahlreiche Verkäufer und Berater an, die in insgesamt 15 deutschen Apple-Stores tätig sind. Derzeit kooperiert das Technologieunternehmen mit anderen Spezialisten wie Batteriehersteller Varta, Chipbauer Infenion oder dem Chemiekonzern DELO.

Das aus dem kalifornischen Silicon Valley entstammende Unternehmen Apple ist seit rund 40 Jahren in München ansässig. Im Jahre 1981 startete der Technologieriese in der ersten Niederlassung mit zehn Mitarbeitern. Im Rahmen der Coronakrise erweiterte das Unternehmen seinen Umsatz deutlich. Ein Kassenschlager war und ist aktuell das 5G-fähige iPhone 12.