BildungGesundheitSport

Cooper Test – Worum geht es beim Test

Cooper TestCooper Test – Worum geht es beim Test

Viele begegnen den Cooper Test im Sportunterricht in der Schule. Aber auch bei der Bundeswehr, Feuerwehr, Polizei oder an Sporthochschulen kommen immer mehr Menschen in Berührung mit dem Ausdauer-Test.
Was genau hinter dem Test steckt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was genau ist der Cooper Test?

Der sogenannte Cooper Test ist ein 12 minütiger Lauf und stellt eine Methode zur Überprüfung der Fitness und Ausdauer dar. Der Test selbst ist dabei einfach und unkompliziert und benötigt ebenso keine medizinische Untersuchung. Der US-amerikanische Sportmediziner Kenneth H. Cooper bemerkte mit seinen 29 Jahren eine immer geringere Leistungsfähigkeit als Offizier bei der US Air Force. Er beschäftigte sich seitdem immer stärker mit Fitness und Sport und entwickelte den Cooper Test.

Cooper entwickelte noch während seiner Zeit bei der US Air Force Punktetabellen, um die Fitness und Ausdauer zu messen und zu vergleichen.

Mit dem Ergebnis des Cooper Tests erhält der Läufer eine erste Einordnung zur aktuellen Ausdauer und dem Fitness Stand. Bei einigen Leistungssportlern kann sogar auch die höchste Sauerstoffversorgung abgeschätzt werden.

Mädchen beim Cooper Test
Der sogenannte Cooper Test ist ein 12 minütiger Lauf und stellt eine Methode zur Überprüfung der Fitness und Ausdauer dar

Woraus besteht der Cooper Test und was muss dort gemacht werden?

Der Cooper Test besteht aus einem 12 minütigen Lauf auf einer bestimmten Laufstrecke. Jeder, der den Cooper Test absolvieren möchte, muss die exakten 12 Minuten durchlaufen. Bei wichtigen Überprüfungen, wie bei Berufseignungstests, wird auch auf die Außentemperatur und die Luftfeuchtigkeit geachtet. Die Luft muss dabei zwischen 20 und 25 Grad sein und die Feuchtigkeit sollte nicht mehr als 70% betragen. Nach dem 12 minütigen Lauf wird die zurückgelegte Strecke abgemessen und mit den Punktetabellen von Cooper verglichen.

Männliche trainierte Sportler und Leistungssportler legen dabei eine sehr gute Leistung ab bei Werten, welche bei über 3.700 Meter liegen. Eine sehr schlechte Leistung liegt bei knapp 2.800 Metern. Weibliche trainierte Sportler und Leistungssportler legen eine sehr gute Leistung bei einer zurückgelegten Strecke von 3.000 Meter oder mehr. Eine sehr schlechte Leistung liegt bei ihnen unter 2.100 Meter.

12 Minütiger Lauf
Der Cooper Test besteht aus einem 12 minütigen Lauf auf einer bestimmten Laufstrecke

Unter Normalsportlern liegen sehr gute Ergebnisse des Cooper Tests im Alter von 20 bis 29 Jahre bei 2.800 Meter oder mehr. Ein sehr schlechtes Ergebnis liegt bei beiden Geschlechtern bei 1.600 Meter und 1.500 oder weniger. Die leistungsstarke Klasse des Alters liegt bei Männern und Frauen bei 17 bis 20 Jährigen. Hier liegt die Anforderung an eine sehr gute Leistung bei über 3.000 Metern.
Der aktuellste Weltrekord für den 5.000 Meter Lauf liegt derzeit bei ungefähr 12 Minuten und 37 Sekunden. Wenn man den Rekord vom Äthioper Kenenisa Bekele in die Zeit des Cooper Tests umwandeln würde, würde dies einer zurückgelegten Strecke von rund 4.750 Metern in nur 12 Minuten entsprechen.

Der Cooper Test wird vor allem in Schulen eingesetzt, um eine Abschlussleistung in Sportkursen zu ermitteln.

Dieser gehört unter Umständen auch zu den Abiturprüfungen. Der Test ist genauso aber auch Bestandteil der Eignungsprüfung der Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr oder für Sportschiedsrichter. Sportinteressierte, die auf eine Sporthochschule gehen möchten, müssen ebenso den Cooper Test erfolgreich absolvieren. Viele Sporthochschulen nehmen die Testergebnisse des Cooper Tests als Auswahlkriterium für ihre Studienbewerber.

Wie wird für den Cooper Test trainiert?

Wer den Cooper Test erfolgreich abschließen möchte, sollte für diesen ausreichend trainieren. Wie für den Test jedoch trainiert wird, hängt dabei von dem jeweiligen und individuellen Trainingsstand ab. Cooper-Test-Teilnehmer, die kaum gelaufen sind oder eine längere Zeit nicht mehr Laufen waren, sollten dabei rechtzeitig beginnen, für den Test zu trainieren. Experten empfehlen, sechs Wochen vor der Prüfung mit dem Training und der Vorbereitung anzufangen.

Ein Trainingsplan beinhaltet die Mischung aus Dauerläufen und Intervalltraining. Durch das Intervalltraining entwickeln die Läufer ein Tempogefühl für den Cooper Test, welches von großer Bedeutung ist, um den Test zumindest ausreichend abzuschließen.
Dabei können die Läufer am ersten Trainingstag sieben mal für zwei Minuten laufen. Zwischen den einzelnen Intervallen sollen die Läufer für eine Minute gehen. 7 Tage später können die Läufer die Laufphasen auf wenige Minuten verlängern und die Gehzeiten verkürzen. Wichtig dabei ist, dass sie bei der Zeit des Cooper Tests bleiben, also 12 Minuten.

Cooper Test Training
Wer den Cooper Test erfolgreich abschließen möchte, sollte für diesen ausreichend trainieren

Die Läufer steigern sich nun jede Woche, bis sie den Cooper Test problemlos laufen können.

Wer besonders gute Leistung erbringen möchte, sollte seine Ausdauer und Kondition gut für den Lauf vorbereiten. Die Läufer sollten hierbei einmal die Woche einen Dauerlauf absolvieren. In der ersten Woche kann der Lauf 20 Minuten dauern und in der nächsten Woche 25 Minuten. Alle darauffolgenden Wochen können sich die Läufer dann um 5 Minuten steigern, sodass die Belastung jede Woche steigt und die Läufer vier Tage vor dem Cooper Test kein Problem damit haben werden, einen 40 Minuten Lauf zu absolvieren.

Was misst der Cooper Test?

Viele Sportlehrer erzählen ihren Schülern, dass der Test die allgemeine Kondition des Läufers misst. Dies ist aber falsch. Der Cooper Test misst nicht nur die Ausdauer, sondern vor allem die Lauftechnik, die Motivation, die Taktik sowie den Metabolismus.

Tatsächlich wird beim Cooper Test vielmehr die Fähigkeit gemessen, die 12 Minuten gut einzuteilen. Ein Läufer, der beim Cooper Test am Anfang überzieht, wird am Ende keine Kraft mehr für das Laufen haben und nur noch gehen können.