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Wie Sie Ihr Studium finanzieren können

Studium finanzierenWie Sie Ihr Studium finanzieren können - Bild: © smolaw11 #283202811 – stock.adobe.com

Ein Studium ist teuer. Je nach Studienort kommen Semester- oder Studiengebühren, Kosten für Bücher und Miete für die Wohnung auf Sie zu. Inzwischen bieten viele Banken Studienkredite an, doch auch Bafög oder ein Nebenjob können eine Option sein.
Um für Sie die richtige Finanzierung zu finden, finden Sie hier Tipps und Tricks für Ihr Studium.

Was kostet ein Studium?

Durch den Wegfall der Studiengebühren sparen die Studenten eine Menge Geld.

Inzwischen fallen nur noch pro Semester im Schnitt 200 bis 400 Euro Semestergebühren an, in denen aber oft das Studententicket enthalten ist.

Mit diesem Ticket können die Studenten Bus und Bahn nutzen, sodass sogar Ticketkosten entfallen.
Dennoch fallen einige weitere Kosten an, die nur indirekt mit dem Studium zusammenhängen.

  • Miete für ein WG-Zimmer oder die Wohnung
  • Nahrungsmittel, Mensa
  • Kleidung
  • Eigenanteil an Lehrmaterialien, Exkursionen etc.
  • Fahrkosten für Auto, wenn die Uni nicht mit Bahn oder Bus erreichbar ist
  • Bücher, Lernmaterial, Technik wie Tablet, Laptop etc.
  • Freizeitausgaben
  • Gebühren für Telefon, GEZ und Internet, Handy
  • Krankenversicherung (in der Regel ab 25 Jahren), Medikamente
  • Evtl. Pendelkosten nach Hause, wenn man nur unter der Woche am Studienort wohnt

Im Schnitt brauchen Studenten laut der Sozialerhebung in Deutschland 800 Euro pro Monat. Durch steigende Mietkosten und Inflation erhöht sich diese Summe sehr schnell. Rechnen Sie also gründlich aus, was Sie für Ihr Studium bezogen auf 6 Semester Bachelorstudium brauchen. Bedenken Sie auch eventuelle Studienverlängerungen.

Studium Kosten
Im Schnitt brauchen Studenten laut der Sozialerhebung in Deutschland 800 Euro pro Monat – Bild: © BillionPhotos.com #211045381 – stock.adobe.com

Finanzierungsmöglichkeiten

Viele Studenten kombinieren verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, da einzelne oft nicht ausreichen. Kombinationsmöglichkeiten können zum Beispiel ein Nebenjob und Unterstützung durch die Eltern sein. Können die Eltern nicht unterstützen, greifen viele auf Bafög oder Kredite zurück.

Bafög

Bafög ist eine staatliche Förderung, die zu einem Teil als zinsfreies Darlehen gewährt wird. Das bedeutet, dass die Studenten nur die Hälfte und maximal 10000 Euro zurückzahlen müssen. Allerdings hat nicht jeder Student Anspruch auf Bafög, denn der Anspruch hängt mit dem Einkommen der Eltern zusammen.

Zudem werden Jobs über 450 Euro und Vermögen ab 7500 Euro angerechnet.

Um den Anspruch zu prüfen, müssen die Studenten das Einkommen der Eltern nachweisen. Daraus wird dann der Bafög-Anspruch berechnet. Bafög soll vor allem Kindern aus einkommensschwachen Familien ein Studium ermöglichen.

Bafög
Bafög ist eine staatliche Förderung, die zu einem Teil als zinsfreies Darlehen gewährt wird – Bild: © pusteflower9024 #242548422 – stock.adobe.com

Unterstützung durch die Eltern

Gesetzlich sind Eltern dazu verpflichtet, ihrem Kind mindestens eine Ausbildung zu finanzieren. Können Sie das nicht, soll Bafög dem Kind helfen. Haben Die Eltern also genug Einkommen, können diese zum Beispiel durch finanzielle Unterstützung das Kind unterstützen.

Studienkredit

Der klassische Studienkredit bietet monatliche Auszahlungen in verschiedenen Höhen. Dabei muss der Kredit erst nach einer bestimmten Zeit zurückgezahlt werden. In der Regel wird der Kredit unabhängig vom Einkommen und den persönlichen Voraussetzungen gewährt.

Geld leihen

Vielleicht haben Sie Paten, die Ihnen Geld für das Studium leihen. Das wäre ein sogenannter Privatkredit, den Sie individuell vereinbaren können.

Geld leihen
Vielleicht haben Sie Paten, die Ihnen Geld für das Studium leihen – Bild: © vegefox.com #264273491 – stock.adobe.com

Stipendium

Stipendien sind begehrt und hart umkämpft. In der Regel werden sehr gute Noten und gesellschaftliches Engagement vorausgesetzt. Um ein Stipendium müssen Sie sich bewerben und eine Jury wählt die Stipendiaten aus.

Nebenjob/Werkstudententätigkeit

Bekommen Sie keine Unterstützung oder reicht sie nicht aus, greifen viele Studenten auf Nebenjobs zurück. Begehrt sind vor allem Werkstudententätigkeiten, da diese in der Regel besser bezahlt werden und schon erste Berufserfahrung im Studienfach ermöglichen.

Bei einer Werkstudententätigkeit dürfen Sie während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, um den Studentenstatus nicht zu verlieren.

In der vorlesungsfreien Zeit dürfen Sie als Werkstudent Vollzeit arbeiten. Eine weitere Option sind HiWi-Stellen (studentische Hilfskraft), die an Universitäten angeboten werden.

Bildungsfonds

Auch der Bildungsfonds muss mit Zinsen zurückgezahlt werden. Allerdings richtet sich die Rückzahlung nach dem Gehalt, sodass sich die Studenten nicht überschulden müssen. Allerdings müssen Gutverdiener entsprechend mehr zurückzahlen, sodass sich hier ein Kredit eher lohnen kann.