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Flohbefall bei Hunden und Katzen vorbeugen und bekämpfen

Flohbefall bei Hunden und KatzenFlohbefall bei Hunden und Katzen vorbeugen und bekämpfen

Sobald der Frühling beginnt und es wärmer wird, verbringen Mensch und Tier wieder mehr Zeit draußen. Damit erhöht sich auch die Gefahr eines Flohbefalls. Die lästigen Parasiten gehören zur Klasse der Insekten und ernähren sich vom Blut des Wirts. Dabei können verschiedene Krankheiten übertragen werden. Daher ist es wichtig Flöhe schnellstmöglich zu bekämpfen und bestenfalls dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zum Flohbefall kommt.

Was sind Flöhe?

Flöhe sind Insekten, die sich vom Blut ihrer Wirte ernähren. Es gibt zwei Arten von Flöhen: den Hundefloh und den Katzenfloh.

Der Katzenfloh kommt weitaus häufiger vor und kann auch andere Tiere wie Hunde befallen und sogar Menschen beißen.

Zur Fortpflanzung benötigen die kleinen Insekten eine Blutmahlzeit. Bereits einen Tag nach dem sie sich vom Blut ernährt haben, legen Flöhe Eier, welche sich anschließend zu Larven entwickeln. Die Larven sind sehr lichtempfindlich und verkriechen sich daher oft in kleinen Ritzen, beispielsweise im Sofa oder Hundekorb. Dort verpuppen sich die Insekten und je nach Temperatur und Umgebung kommt der Floh nach einigen Wochen bis zu einem Jahr aus der Verpuppung hervor und macht sich wieder auf die Suche nach einem Wirt.
Flöhe sind in Deutschland das ganze Jahr lang aktiv. Im Frühling und Sommer sind sie meist draußen zu finden, während sie sich im Herbst und Winter vermehrt in Wohnungen aufhalten. Damit es zu keiner Vermehrung von Flöhen kommen kann, muss nicht nur das befallene Tier, sondern auch die Umgebung behandelt werden.

Woran lässt sich ein Flohbefall am Tier erkennen?

Flöhe sind sehr klein und im Fell des Tieres mit bloßem Auge oft zu schwer zu erkennen. Befallene Hunde und Katzen kratzen sich in der Regel vermehrt. Zudem kann man auf die sogenannte Flohstraße achten, bei der es sich um viele nebeneinanderliegende Einstichstellen auf der Haut handelt.
Weitere Anzeichen für einen Flohbefall können stumpfes Fell, Haarausfall sowie Verdickung der Haut sein. Wer einen Flohbefall vermutet, kann mit einem Flohkamm prüfen, ob tatsächlich Flöhe vorhanden sind. Dabei sollte das Tier auf einer weißen, feuchten Unterlage mit dem Flohkamm gekämmt werden. Sollten kleine schwarze Punkte herunterrieseln, welche sich beim Zerreiben rot färben, handelt es sich um Flohkot und das Tier ist somit von Flöhen befallen.

Flohbefall am Tier
Flöhe sind sehr klein und im Fell des Tieres mit bloßem Auge oft zu schwer zu erkennen. Befallene Hunde und Katzen kratzen sich in der Regel vermehrt

Flöhe bekämpfen

Sobald ein Flohbefall beim Tier festgestellt wurde, muss sofort gehandelt werden. Zur Behandlung von Flöhen stehen folgende Antiflohmittel zur Auswahl:

  • Spot-On: Hierbei handelt es sich um eine Pipette, in der eine Spot-On-Lösung enthalten ist, welches die Flöhe bekämpft. Das Produkt wird auf die Haut auf getröpfelt. Dazu eignet sich am besten eine Stelle, an die das Tier selbst nicht herankommt, wie beispielsweise zwischen den Schulterblättern oder im Nacken. Die meisten Produkte wirken nach etwa vier Wochen.
  • Tabletten: Inzwischen gibt es auch Kautabletten zur Behandlung von Flöhen. Diese sind ausschließlich beim Tierarzt erhältlich.
  • Spray: Die Behandlung mit einem Spray gegen Flöhe eignet sich vor allem für Hundewelpen und Kitten, da bei ihnen aufgrund des geringen Gewichts Pipetten noch nicht empfehlenswert sind.
  • Shampoo: Für Hunde sind diverse Shampoos gegen Flohbefall erhältlich. Diese sollten allerdings nur ergänzend zu einer anderen Behandlungsmethode verwendet werden, da sie nur kurze Zeit wirksam sind und keinen vollständigen Schutz bieten.
  • Flohhalsband: Flohhalsbänder haben eine langanhaltende Wirkung von bis zu acht Monaten. Sie bieten einen effektiven Schutz und beugen einem Flohbefall vor, allerdings reichen sie bei einem akuten Befall in der Regel nicht aus.

Die Umgebung von Flöhen befreien

Nur etwa fünf Prozent der Flohpopulation befinden sich auf dem Tier selbst, der Rest lebt in der Umgebung.

Daher ist es besonders wichtig nicht nur das Tier zu behandeln, sondern auch die Umgebung von Flöhen zu befreien.

Dafür sollte die komplette Wohnung gründlich gesaugt werden. Kleidung, Körbchen, Spielzeuge, etc. sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Zudem sollte ein Umgebungsspray gegen Flöhe verwendet werden, mit dem Möbel, Teppiche und weitere Einrichtungsgegenstände mehrfach eingesprüht werden.

Flohbefall vorbeugen

Mit Flohhalsbändern oder Spot-On-Mitteln lassen sich Flöhe vorbeugen. Die Halsbänder müssen regelmäßig ausgetauscht werden und die Spot-On-Mittel müssen ebenfalls regelmäßig erneut aufgetragen werden.

Tierhalter können sich beim Tierarzt über entsprechende Mittel beraten lassen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass insbesondere Tiere, die sich häufig draußen aufhalten, nicht auf Polstermöbel dürfen, damit die Flöhe dort keine Eier ablegen. Außerdem sollte die Wohnung stets sauber gehalten werden, vor allem in Bereichen wie Fugen und Polsterritzen, da sich Flöhe dort gerne verstecken.