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Interessante Fakten über Bäume

BäumeInteressante Fakten über Bäume - Bild: © candy1812 #211968677 – stock.adobe.com

Bäume sind für Menschen lebensnotwendig. Sie stellen Sauerstoff her, den die Menschen zum Leben brauchen. Aber auch in vielen Kulturen haben Bäume eine wichtige und bedeutende Rolle. In der germanischen Kultur werden sie als heilig verstanden und sollen Kraft sowie Beständigkeit repräsentieren. In weiteren Kulturen stehen sie für Fruchtbarkeit und Überfluss.
Weitere interessante und amüsante Fakten über Bäume werden nun im Folgenden vorgestellt:

Fakt 1: Der älteste Baum der Welt

Bäume werden im Normalfall mehrere Hundert Jahre alt. Fichten leben dabei bis zu 300 Jahre und Tannen bis zu 600 Jahre.

Der älteste Baum hingegen, Old Tjikko, steht auf der Fulufjallet-Hochebene in Schweden. Dieser ist eine etwa 9500 Jahre alte Fichte.

Der Baum wurde im Jahr 2004 von dem Professor Leif Bullmann entdeckt. Wegen der langen Lebenszeit wird hierbei angenommen, dass es sich um einen genetisch dienten Ableger des ursprünglichen Baumes handelt.

Old Tjikko
Der älteste Baum, der Old Tjikko, steht auf der Fulufjallet-Hochebene in Schweden – Bild: © Lars Johansson #433462157 – stock.adobe.com

Fakt 2: Die Baumarten

Forscher aus 43 Ländern haben sich zusammengetan, um die genaue Anzahl der tropischen und subtropischen Baumarten zu ermitteln.
Dabei wurde festgestellt, dass es mehrere Zehntausend verschiedene Baumarten auf der Erde gibt. Um genauer zu sein, sind es weltweit zwischen 43.000 und 50.000 Baumarten.

Fakt 3: Kleine und große Bäume

Die kleinsten Bäume der Welt sind die Krautweiden (Salix herbacea). Die Krautweiden werden hierbei maximal zehn Zentimeter hoch und weist alles auf, was einen echten Baum ausmacht: Stamm, Krone, Laub, Blüten und Früchte. Die Krautweiden wachsen in den Alpen.

Die größten Bäume auf der Welt sind die sogenannten Küstenmammutbäume.

Es handelt sich dabei um einen Nadelbaum, der ein Staatsbaum in Kalifornien, Vereinigte Staaten, ist. Dieser ist ca. 116 Meter hoch und dabei fast so hoch wie der Kölner Dom.

Krautweiden (Salix herbacea)
Die kleinsten Bäume der Welt sind die Krautweiden (Salix herbacea) – Bild: © ondrejprosicky #378740473 – stock.adobe.com

Fakt 4: Die Fotosynthese

Die Fotosynthese wird in der Schule gelernt. Dies zeigt die wichtigste Aufgabe, die der Baum auf der Erde erfüllt: Sauerstoff für den Menschen herzustellen.
Eine etwa 100 Jahre alte Buche kann dabei am Tag aus 18 Kilogramm Kohlendioxid etwa 13 Kilogramm Sauerstoff herstellen. Der Sauerstoff ist für den Baum jedoch nur ein Abfallprodukt. Aus Sonne, Wasser und Luft kann dieser auch 12 Kilogramm Zucker machen, den der Baum zum Wachsen benötigt.

Fakt 5: Einfluss auf die menschliche Gesundheit

Bäume filtern auf der einen Seite die Luftbon Staub- und Rußpartikeln und haben einen großen Einfluss auf den menschlichen Körper und Gesundheit. Bäume sind dabei nicht nur in Hinsicht auf den menschlichen Körper lebensnotwendig, da sie für Sauerstoff sorgen, sondern auch wegen der Optik.

Bäume sind genauso auch für die menschliche Psyche wichtig.

Forscher und Forscherinnen haben herausgefunden, dass allein der Anblick eines Baumes den Stress messbar reduzieren kann.

Bäume sind für die menschliche Psyche wichtig
Bäume sind genauso auch für die menschliche Psyche wichtig – Bild: © contrastwerkstatt #84143526 – stock.adobe.com

Fakt 6. Bäume als Klimaanlage

Dies ist bestimmt jedem schon einmal aufgefallen: In einem Wald ist es selbst bei enorm heißen Tagen angenehm kühl und frisch. Das ist dabei nicht nur am Schatten der Fall, sondern auch an der Transpiration.

Unter Transpiration kann die Verdunstung von Wasser über speziell regulierbaren Öffnungen in den Spaltöffnungen der Pflanzen verstanden werden. Viele verschiedene Studien haben herausgefunden, dass Bäume sehr gute Klimaanlagen sind. Bäume sondern das Wasser ab, weswegen es um den Baum herum kühler wird.

Fakt 7: Die Kommunikation der Bäume

Forscher und Forscherinnen haben bereits seit einigen Jahrzehnten herausgefunden, dass die Bäume im Boden miteinander im Wald vernetzt sind. Über dieses gigantische Netzwerk tauschen die Bäume verschiedene Informationen aus.

Dabei sind diese nicht nur miteinander verbunden, sondern helfen und unterstützen sich auch noch gegenseitig.

Wenn ein Baum zum Beispiel bemerkt, dass einer der Bäume krank wird, versorgt der Baum den anderen. Einiger Forscher haben erkannt, dass Bäume Stoffe aussenden, wenn diese unter Stress sind, da es sehr trocken ist. Die Bäume können andere Bäume warnen, damit diese mit dem Wasser sehr sparsam umgehen.

Kommunikation der Bäume
Forscher und Forscherinnen haben bereits seit einigen Jahrzehnten herausgefunden, dass die Bäume im Boden miteinander im Wald vernetzt sind – Bild: © peter #264924817 – stock.adobe.com

Fakt 8: Bäume sind fürsorglich und denken für andere

Bäume erkennen ihre eigenen Säuglinge und bevorzugen diese auch. Unter den Waldbäumen befinden sich junge Bäume, die unten zu wenig Licht abbekommen. Diese können sehr schlecht die Fotosynthese betreiben und kaum weiter wachsen. Daher versorgen die älteren Bäume die kleinen Bäume über die Wurzeln mithilfe einer Zuckerlösung.

Fakt 9: Bäume sind intelligent

Viele Forscher und Forscherinnen sind davon überzeugt, dass Bäume über ein neuronales Netzwerk verfügen. Dabei verhalten und passen sich die Bäume abhängig von ihrer Wahrnehmung, Kommunikation und Lernfähigkeit ihr Verhalten an.

Darüber hinaus bilden Bäume nicht an den ersten warmen Tagen im Jahr neue Blüten und Blätter.

Die Apfelbäume zum Beispiel warten erst mehrere Tage ab, bis es warm ist, bevor aus aufblühen.

Fakt 10: Bäume haben Gefühle und Emotionen

Forscher konnten herausfinden, dass Bäume schreien, wenn sie Durst haben. Dabei machen diese ein Geräusch im Ultraschallbereich, das die Menschen nicht hören können. Diese Geräusche können mit besonders feinen Mikrofonen gemessen werden.

Bäume können auch wahrnehmen, wenn sie verletzt werden. Wenn ein Baum verletzt wird, indem z.B. ein Ast abgerissen wird, weist dieser elektrische Signale auf, die Forscher und Forscherinnen bereits mehrfach messen konnten.