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Warum Funktionskleidung beim Sport?

Funktionskleidung beim SportWarum Funktionskleidung beim Sport? - Bild: © PAstudio #182221096 – stock.adobe.com

Beim Sport kann die Kleidung sehr schnell unangenehm riechen. Trifft Schweiß auf die Kleidung, trocknet der Schweiß ein und kann sehr unangenehm riechen. Spezielle Funktionskleidung kann das verhindern und dafür sorgen, dass es nicht zu üblen Gerüchen kommt.
Dabei müssen Sie allerdings ein paar Dinge beachten.

Funktionskleidung – Kein unangenehmer Schweißgeruch mehr

Egal, wie gerne man Sport treibt, Schweiß ist ein unwillkommener Nebeneffekt. Besonders im Sommer kann es dazu führen, dass man sich beim Sport unwohl fühlt. Da greifen viele gerne auf spezielle Funktionskleidung zurück, die Gerüche binden oder ganz neutralisieren soll. Der spezielle Schweißgeruch entsteht, wenn die Bakterien den Schweiß auf der Haut in seine Bestandteile zersetzen. Dabei riechen vor allem die im Schweiß enthaltenen Fettsäuren, die zu Ameisen- und Buttersäure umgewandelt werden.
Zudem hängt der Geruch von der natürlichen Hautflora ab. Daher riecht auch jeder Mensch wieder anders und individuell. An sich riecht frischer Schweiß also nicht, sondern erst, wenn er trocknet und sich auf der Haut ansammelt. Doch Sie können einiges tun, um dem Geruch vorzubeugen.

Gleichzeitig hat Funktionskleidung noch andere Aufgaben.

Funktionskleidung bindet Gerüche
Viele greifen gerne auf spezielle Funktionskleidung zurück, die Gerüche binden oder ganz neutralisieren soll – Bild: © photoprime #117541874 – stock.adobe.com

Je nach Material soll es wärmen, kühlen, den Körper stützen oder besondere Bewegungsfreiheit bieten. Aus diesem Grund wird die beliebte Baumwolle im Sport fast gar nicht mehr verwendet, da sie kaum Schweiß bindet. Der Stoff saugt sich voll und klebt auf der Haut. Inzwischen gibt es andere Stoffe und Materialien, die sich eignen. Die wichtigsten Aufgaben sind also:

  • Schweißaufnahme Der Stoff sollte den Schweiß bis zu einem gewissen Grad aufnehmen können, ohne selber zu kleben oder zu triefen.
  • Schweißtransport Der Schweiß sollte nach außen transportiert werden, damit er dort verdunsten kann. Wichtig ist, dass sich der Schweiß nicht zwischen Haut und Stoff sammelt.
  • Wärmeisolation Indem die Kleidung ein Luftpolster zwischen Stoff und Haut bildet, soll es die Wärme am Körper halten.
  • Atmungsaktivität Wasserdampf sollte durch den Stoff entweichen können.
  • Hautsensorik Der Stoff hat keine Fasern die Katzen und keinen Stoff, der auf der Haut klebt. Der Stoff bietet genug Bewegungsfreiheit.

Worauf bei Funktionskleidung noch zu achten ist

Neben dem Stoff selber gibt es noch ein paar andere Aspekte bei der Wahl. Die Kleidung sollte gut sitzen. Je nach Sportart, zum Beispiel beim Lauf- oder Kampfsport sollte die Kleidung eng sitzen, aber nicht einschneiden. Liegt die Kleidung eng genug an, kann sie Schweiß gut aufnehmen und nach außen befördern.

Viele Hersteller setzen auf künstliche Fasern, die vor allem in bewegungsreichen Sportarten beliebt sind. Gerne genommen werden Mikrofasern und Polyester, da sie nicht schnell reißen und elastisch sind. Dazu trocknen sie sehr schnell, ohne zu kleben.

Funktionskleidung soll eng anliegen
Je nach Sportart, zum Beispiel beim Lauf- oder Kampfsport sollte die Kleidung eng sitzen, aber nicht einschneiden – Bild: © Maridav #176685601 – stock.adobe.com

Merino-Wolle

Wolle besteht wie unser Haar aus Keratin. Das sind Ketten aus Eiweißmolekülen. Das macht die Wolle sehr elastisch und vor allem saugfähig.

Sie kann bis zu einem Drittel ihres Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen, ohne sich dabei nass anzufühlen.

Dadurch ist sie beim Outdoor-Sport besonders gut geeignet, da die die Kleidung und Haut trocken hält. Sie kann dazu Schweiß binden und neutralisieren, ist Schmutzabweisend und hält auch bei Regen trocken. Leider ist die Merino-Wolle etwas in Vergessenheit geraten und auch für Veganer nicht geeignet, die auch bei der Kleidung auf Tierprodukte verzichten möchten.

Polyester

Polyester sind künstliche Fasern, die nach dem Barf glatt, verwirbelt oder gekräuselt sein können. Das hängt davon ab, ob sie den Körper warmhalten oder kühlen sollen. Da sie ihre Form gut halten, werden sie gerne für enganliegende Sportkleidung verwendet, die den Schweiß nach außen transportierten soll.

Polypropylen

Polypropylen ist ebenfalls eine Kunstfaser, die den Körper wärmt und dazu atmungsaktiv ist. Zudem ist es elastischer als zum Beispiel Baumwolle. Da der Schweiß aber schnell verdunstet, kann der Körper schnell auskühlen.

Mischgewebe

Mischgewebe besteht aus mehreren Bestandteilen. Zum Beispiel kann das eine Mischung aus Merinowolle mit Nylon, Merinowolle und Baumwolle mit Elastan oder Baumwolle mit Polyester sein. Dabei werden die verschiedenen Eigenschaften kombiniert.